Petitionsübergabe in London mit Mende Nazer

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Petitionsübergabe in London mit Mende Nazer

Gleich zwei wichtige Gründe hatte Tom Høyem Ende Juni, um nach London zu reisen. Neben der alljährlichen Vorstandssitzung (Board Meeting) der Stiftung Nazer Foundation (MNF) (www.mendenazer.org), die er in der Fächerstadt bereits im Jahr 2009 initiiert hat, nahm Tom Høyem a 30. Juni an einer Petitionsübergabe an die britische Premierministerin Theresa May teil. Im Rahmen einer Protestaktion am 30. Juni in London (All Sudan Marsch) gegen den sudanesischen Diktator Omar Hassan Ahmad al-Bashir übergab Bestsellerautorin Mende Nazer die Petition. Tom Høyem, der stellvertretender MNF-Vorsitzender ist, MNF-Vorsitzender Janan Sutherland, und die britische Politikerin Baroness Cox – bekanntes Mitglied des House of Lords – begleiteten Mende Nazer auf dem Weg zum Haus 10 Downing Street: Vor der offiziellen Residenz des First Lord of the Treasury, der seit 1905 immer zugleich der Premierminister des Vereinigten Königreichs ist, händigte die britische Autorin Mende Nazer die Petition an Mitarbeiter der britischen Premierministerin aus.

Mende Nazer äußerte sich auch öffentlich zur Situation im Sudan
(Original-Wortlaut im Englischen): „Khartoum burns, kills, enslaves and bombs us. They destroy our culture, bulldoze our schools and bomb our hospitals. But we are still Nuba. I was enslaved for many years. I escaped thanks to people of Britain. Please urge your government not to support the cruel government in Khartoum. We have families we love, just like you. But the British Government is increasing support for the cruel Khartoum. We do not want to be refugees. We want to stay in our beautiful land of the Nuba Mountains.“

Wortlaut übersetzt: „Khartum, die Hauptsatz des Sudans, brennt, tötet, versklavt und bombardiert uns. Sie zerstören unsere Kultur, planieren unsere Schulen und bombardieren unsere Krankenhäuser. Aber wir sind immer noch Nuba. Ich war jahrelang versklavt. Ich entkam dank Menschen in Großbritannien. Bitte fordern Sie die Regierung auf, die grausame Regierung in Khartum nicht zu unterstützen. Wir haben Familien, die wir lieben, genau wie sie. Aber die britische Regierung verstärkt die Unterstützung für das grausame Khartum. Wir wollen keine Flüchtlinge sein. Wir wollen in unserem schönen Land der Nuba Berge bleiben.“

Eine breite Koalition der sudanesischen Diaspora in Großbritannien, daneben die Menschenrechtsorganisation Waging Peace (wagingpeace.info), die Organisation Humanitarian Aid Relief Trust (HART), www.hart-uk.org, und STAND UK hatten am 30. Juni in London demonstriert, um auf den 29. Jahrestag seit der Machtübernahme Omar Hassan Ahmad al-Bashirs in der Republik Sudan aufmerksam zu machen und um gegen die Regierungsführung und die Menschenrechtsverletzungen im Sudan zu protestieren. Am 30. Juni 1989 hatte al-Bashir nach einem Militärputsch das Präsidentenamt übernommen. Nach London waren die MNF-Vorstandsmitglieder gekommen, da Baroness Caroline Anne Cox eingeladen hatte, das Board Meeting 2018 der Mende Nazer Foundation im House of Lords abzuhalten. 2017 war Baroness Cox in die Vorstandschaft der Stiftung eingetreten.

Beim MNF-Board Meeting 2018 gab es auch schon einen Ausblick auf das kommende Jahr: Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Foundation wird das Board Meeting 2019 in Karlsruhe stattfinden. „Mende Nazer wird dann eigens aus New York, Janan Sutherland aus Kanada und Baroness Cox aus London anreisen“, kündigt Tom Høyem an. Im kommenden Jahr sei zudem geplant, dass er mit einer Delegation in die Nuba-Berge im Sudan reist. „Die Delegation wird Hilfe vor Ort leisten und die örtliche Bevölkerung treffen, um die Prioritäten für die Hilfe in den Nuba-Dörfern zu besprechen“, erläutert Tom Høyem.

 

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