„Association for Accountability and Internet Democracy“ (aaid) in Paris gegründet

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„Association for Accountability and Internet Democracy“ (aaid) in Paris gegründet

Eine Gruppe namhafter internationaler Persönlichkeiten, zu der auch Tom Høyem, Karlsruher Stadtrat und Direktor der Europäischen Schule Karlsruhe a. D., sowie die frühere Justiz-Bundesministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger gehören, hat am 27. April in Paris die Initiative „The Association for Accountability and Internet Democracy“ (www.eaaid.org) offiziell ins Leben gerufen. Ziel der aaid ist: Hass und Verleumdung, Rassismus und Terrorismus im Internet zu bekämpfen und den Opfern zu helfen.

Präsident der aaid ist der dänische Rechtsanwalt Dan Shefet, der im September 2014 einen Rechtsstreit gegen Google.com wegen Verleumdung gewonnen hat. Die Rechtsentscheidung hat weltweit für große Aufmerksamkeit gesorgt.

Die von der UNESCO anerkannte aaid steht in engem Kontakt mit der Mahatma Gandhi Institution for Education and Peace, Council of Europe, European Commission, European Parliament, European Court of Human Rights. „Die aaid wird auch vom Vatikan unterstützt“, betont Tom Høyem, der als Schulleiter im Ruhestand den Schwerpunkt seines freiwilligen Engagements auf die Arbeit für die aaid legt. Er werde seine Zeit, seine Erfahrung und sein Kontaktenetzwerk dafür nutzen, das Thema künftig zu fokussieren.

Tom Høyem aus Paris: „Die digitale Welt ist die Zukunft, aber das Internet ist in den Händen gigantischer Monopolen ohne Gesetze und Regeln wie in anderen Medien. Internet kann mit Verleumdungen und Hass Leben zerstören. In meinen 30 Jahren Berufserfahrung als Schulleiter in den verschiedensten europäischen Ländern habe ich genug Cyberbullying erlebt. Rassismus und Terrorismus im Internet muss bekämpft werden.“ „Wir wollen ‚Amnesty International‘ im Internet werden, mit vollem Respekt für Freedom of Speech, aber auch mit Schutz für die individuelle Persönlichkeit. Warum gibt es copyright für Kunst, aber kein ‚Copyright‘ für die eigene Person?“

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Dan Shefet und Tom Hoyem_fuer HP

Foto: Tom Høyem (rechts) mit der früheren Justiz-Bundesministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Dan Shefet (Mitte) beim aaid-Gründungs-Meeting in Paris am 27. April.

 

Aaid-Präsident Dan Shefet hat die Institution bereits in der UN in New York, in Delphi, in Brüssel, Straßburg und vielen anderen Städten und Organisationen präsentiert. Im Oktober 2016 ist aaid offiziell eingeladen, in der UNESCO Konferenz „Radicalization, Internet and Youth: Acting and Preventing Together“ im kanadischen Quebec einen Rapport vorzustellen.
Gemeinsam hatten Høyem und Shefet im Juni 2015 auch schon in Berlin Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, getroffen, um den Entwurf eines Vorschlags der Installation von Werten und zum Schutz der Bürger und Unternehmen über das Internet mit zu beraten. Die in Paris ansässige aaid will die Europäische Kommission dabei unterstützen, Regeln einzuführen, um künftig einfacher andere schädliche Online-Informationen entfernen zu können.

Internationale Persönlichkeiten mit an Bord

Der aaid-Vorstand besteht aus 20 international bekannten Persönlichkeiten aus Ländern wie Frankreich, Russland, Indien, USA, Italien, Holland, United Kingdom, Brasilien und vielen mehr. Repräsentanten aus Deutschland sind die beiden aaid-Vorstandsmitglieder Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Tom Høyem, dänischer Minister für Grönland a.D., der in Karlsruhe auch Fraktionsvorsitzender der FDP-Gemeinderatsfraktion ist. Weitere aaid-Engagierte sind: Alvaro Gil-Robles, der von 1999 bis 2006 Menschenrechtskommissar des Europarats war. Weitere Vorstandsmitglieder sind Gilles Bressand, Rechtsanwalt und Professor für IT-Recht an der Sorbonne; Marc Randazza, First Amendment Attorney; Pavan Duggal, Anwalt (zugelassen beim Obersten Gerichtshof Indiens) und Präsident von Cyber ​​Law Organisationen; Francesca Musiani, Forscher am CNRS -Institut für Kommunikationswissenschaften, sowie Seda Pumpyanskaya. Die russische Journalistin und Publizistin, derzeit Vizepräsidentin der Skolkowo-Stiftung, ist ehemalige Senior Adviser für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit beim Europarat. Die vollständige Liste der Board Members finden Sie unter http://eaaid.eu/accueil/board-members/

Tom Høyem, der wie Dan Shefet auch gebürtiger Däne ist, will den aaid-Präsidenten, der den Weltkonzern Google per erfolgreicher Klage vor Gericht in Paris dazu gebracht hatte, Links mit verleumderischen Informationen aus den Suchmaschinen zu entfernen, noch für 2016 nach Karlsruhe einladen.

Weitere Informationen unter www.eaaid.org

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