Kriegsgräber im Ausland und in Deutschland

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Kriegsgräber im Ausland und in Deutschland

12235098_1023473881006966_7813882175429382269_n.bearbeitet fuer HP

Kriegsgräber im Ausland und in Deutschland sind ein Teil der deutschen Identität.

Jeder Deutsche kennt den Kriegsgräberverein (In 1919(!) gegründet), weil jede Deutsche Familie Kriegserinnerungen hat. Oft war Deutschland die Ursache und die kollektive historische Schuld ist ein lebendiges Thema. Auch für mich. Meine Frau kommt aus Nürnberg und hat klar als Kind von Eltern, Großeltern und in der Schule über die Kriege erzählt bekommen.

Ich bewundere, dass Deutschland diese Erinnerung lebendig hält und die Geschichte mehr als viele andere Länder aufarbeitet.

Heute war der Spendentag für die Kriegsgräber und ich war, wie auch früher, Teil der „Prominenteneinsammlung“. Sehr genau habe ich das erlebt, weil ich seit September 2015 die doppelte Staatsbürgerschaft habe und damit auch die Schicksale von Deutschland in mein Leben integriert habe.

Hier war ich dann auf der Hauptstraße in Karlsruhe mit meiner Sammelbüchse. Interessante Gespräche. Die meisten sind selbstverständlich mehr oder weniger arrogant vorbeigegangen.

„Bettler haben wir doch genug.“ Andere haben die Standardantwort: „Wir spenden für die Lebenden, nicht für die Toten“ (für Christliche interessant, dass Jesus etwas vergleichbares gesagt hat). Ich habe deshalb hinzugefügt: „Eine Spende für die Kriegsgräber UND für die deutsche Geschichte.“

Sehr viele positive Kommentare: „Ja, mein Großvater ist in Russland als Soldat gestorben. Ja, ich habe selber in Elsass Kriegsgräber betreut. Ja, ich bin als Kind von Schlesien/Polen/Sudetenland vertrieben. Ja, niemals mehr Krieg.“

Nach so einem Vormittag versteht man nicht nur die Deutsche Seele besser, aber auch die aktuelle Flüchtlingsdebatte.

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