Wieder in Mazedonien als Wahlbeobachter im Einsatz

Gigantischer Sprung in der Stadtentwicklung
28. September 2017
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Wieder in Mazedonien als Wahlbeobachter im Einsatz

Tom Høyem ist schon in viele krisengebeutelte Länder weltweit gereist. Als offizieller Wahlbeobachter ist der überzeugte Europäer derzeit nun schon zum 25. Mal im Einsatz: Dieses Mal bei den Kommunalwahlen in Mazedonien. Am Sonntag, 29. Oktober, stehen in dem Balkan-Staat, der im Norden an Serbien und im Süden an Griechenland grenzt, die Kommunalwahlen an. Für Tom Høyem erneut ein ehrenamtlicher Auftrag, als Wahlbeobachter vor Ort in der ehemaligen jugoslawische Republik Mazedonien zu sein. Bis 1. November ist der frühere dänische Minister deshalb in der Stadt Tetovo im nordwestlichen Teil Mazedoniens eingesetzt, um gemeinsam mit anderen Engagierten zu beobachten, ob die Abstimmung fair und demokratisch verläuft. „Ich bin hier ehrenamtlich tätig und nur wenige Kilometer von der Grenze zum Kosov entfernt“, sagt der gebürtige Däne Tom Høyem, der als Wahlbeobachter in mehr als 20 Jahren bis jetzt schon über 20 Missionen im Auftrag Dänemarks und 5 Missionen im Auftrag Deutschlands gezählt hat. „Das erste Mal war ich 1997 in Bosnien“, berichtet Tom Høyem, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Seitdem war der frühere Vorsitzende des Verbands aller Wahlbeobachter Dänemarks schon in vielen Ländern – in Albanien, Bosnien, Ukraine, Montenegro, Georgien, in der Demokratischen Republik Kongo, in Palästina (Gaza) und in Russland – im Einsatz.

Doch in dieser Woche konzentriert sich Tom Høyems Blick ganz auf Mazedonien. „Das kleine Balkanland ist seit vielen Jahren von politischer Unruhe geplagt“, sagt er und ergänzt gleichzeitig, dass der im Zusammenhang mit der Migrationssituation ausgerufene Krisenzustand bis zum 31. Dezember gelte. Für Flüchtlinge wurde die Grenze zwischen der ehemaligen jugoslawischen Republik (ejR) Mazedonien und Griechenland bis auf weiteres geschlossen. Fakt ist, so Tom Høyem, dass die mazedonische Regierung einen 22 Kilometer langen Zaun entlang der grünen Grenze
zu Griechenland errichtet habe.
Erst im Dezember 2016 war Tom Høyem nach Mazedonien gereist, um die Parlamentswahlen dort mit zu beobachten. „Mazedonien ist EU- und NATO-Beitrittskandidat, aber die Entwicklung ist durch den Konflikt um den Staatsnamen blockiert.“ Der Staatsname ist zwischen der griechischen und der mazedonischen Regierung umstritten und es laufen Vermittlungsbemühungen unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen. „Mazedonien spielt eine wichtige Rolle für die Entwicklung des gesamten Balkans und damit auch für die Entwicklung Europas“, ist Tom Høyem überzeugt. Aus diesem Grund hält er auch die Wahlbeobachter-Rolle der OSZE, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, für so wichtig.

 

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